Archiv der Kategorie 'Weiterbildung'

Ergebnisse von QUINORA

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Mit Ende Oktober wurde der Endbericht zu unserem Leonardo da Vinci-Projekt QUINORA (Internationales Qualitätssicherungsprogramm für Berufsorientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen von Arbeitssuchenden auf Systemebene) gelegt, das vom BMWA und vom AMS Österreich kofinanziert wurde, und uns in den letzten zwei Jahren immer wieder auch herausforderte.

QUINORA-Workshop-Ergebnisse:

Im ersten Halbjahr fanden vier thematische Workshops im Rahmen des EU-Projekts QUINORA in Wien statt. Die Workshops hatten zum Ziel, auf Basis der entwickelten Curriculum-Inhalte Probleme in der Praxis von Berufsorientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen sowie Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Eine ausführliche Dokumentation der aller Workshops und ihrer Ergebnisse ist online verfügbar („Dokumentation“). Über Workshop I habe ich im Blog auch an dieser Stelle berichtet.

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse erscheint in der Reihe AMS info (Nr. 103).

QUINORA-CD-Rom:

Im Rahmen des Projekts wurde ein Qualitätscurriculum erstellt, der ausschreibende Einrichtungen und Projektträger in der Qualitätssicherung von Berufsorientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen von der Planung bis hin zur Evaluation unterstützen soll. Dieses Curriculum ist nun in allen Projektsprachen auf einer CD-Rom bei abif bestellbar unter: steiner@abif.at

Nationale und internationale Evaluation:

Seit Anfang Oktober 2007 stehen der internationale und der österreichische Evaluationsbericht auf der
QUINORA-Website zur Verfügung.

abif-Beiträge zum „Lebenslangen Lernen“

LLL

Das Thema „Lebenslanges Lernen“ begleitet abif seit Beginn unserer Tätigkeit in verschiedenen Kontexten und Projekten. Auf allgemeiner Ebene spielte es bei der Analyse des Bildungsdiskurses in der (sogenannten) Wissens- und Informationsgesellschaft eine wesentliche Rolle und auch bei der Evaluierung von Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose sind wir in konkret mit der Thematik konfrontiert, ohne sie vielleicht explizit in den Blick zu nehmen. In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem der arbeitsmarktpolitische Kontext, in dem wir uns mit Fragen rund um das Konzapt des Lebenslangen Lernens beschäftigten. Zum einen war dies ausführlich und auf internationaler Ebene im Projekt QUINORA der Fall, zum anderen in der vom AMS Österreich/Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation beauftragten Studie Erwerbsbiographien und Qualifikationsprofile von WeiterbildnerInnen und TrainerInnen im berufspädagogischen Bereich vor dem Hintergrund der geforderten Umsetzung von Lifelong Learning.

Obwohl das „Europäische Jahr des Lebenslangen Lernens“ (1996) mehr als zehn Jahre zurück liegt, sind die Diskussionen um das Thema aktueller denn je, was nicht zuletzt anhand einer Reihe von Dokumenten der EU-Kommission und deren bildungspolitischer Breitenwirkung erkennbar ist. Auf nationaler Ebene startete diesbezüglich vor einem Jahr der „Dialog zum Lebenslangen Lernen“, dessen Ziel in der Entwicklung einer kohärenten LLL-Strategie für Österreich besteht. An dieser Stelle sei auch ausdrücklich auf den L3Lab-Blog von Wolfgang Jütte und Christian Kloyber hingewiesen, der sozusagen die Web 2.0-Repräsentanz für diesen Entwicklungs- und Diskussionsprozess darstellt.

Artikel erwachsenenbildung.atAktuelle abif-Beiträge zu diesen Diskussionen bestehen in der Teilnahme Karin Steiners am LLL-Workshop: Kompetenzorientierung, wo sie Thesen zu Fragen der Kompetenzorientierung vorstellte, sowie in meinem Ende Oktober im Magazin erwachsenenbildung.at erschienenen Artikel Lernende zu begleiten, ist wichtig – die Rahmenbedingungen dafür sind es nicht? Neue Lernumgebungen versus der Arbeitsrealität von ErwachsenenbildnerInnen im arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbereich. Der Artikel greift Ergebnisse der oben erwähnten „TrainerInnen“-Studie auf und stellt sie in den Kontext der aktuellen Diskussion einer nationalen kohärenten LLL-Strategie. Speziell richtet sich der Blick auf die organisatorischen Anforderungen der Gestaltung neuer Lernumgebungen und vergleicht diese mit den tatsächlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit der Lehrenden, insbesondere im arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbereich.

abif-Tagungen Frühjahr 2007: „Kompetenzbilanzierung“, „Gering Qualifizierte“, „MigrantInnen“, „WeiterbildnerInnen“

Tagung 30.4.2007 1

Was unseren jährlichen Veranstaltungskalender betrifft, haben wir mit den letzten Monaten ein besonders intensives Frühjahr hinter uns gebracht. Neben den QUINORA-Workshops* standen vier Fachtagungen zu verschiedenen aktuellen Fragestellungen im Themenbereich Arbeitsmarkt-Qualifizierung-Weiterbildung auf dem Programm. Diese entstanden in Kooperation mit dem AMS Österreich/Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation und – jeweils zweimal – mit der Caritas Österreich und mit der AK Wien.**

Tagung 30.4.2007
Die erste Tagung des Frühjahrs 2007 mit dem Titel „Kompetenzbilanzierung, Soft Skills und Personalauswahl“ widmete sich dem Stellenwert der informellen und non-formalen Kompetenzen, die im Zuge der Entwicklungen rund um Lebenslanges Lernen und Europäischer sowie Nationaler Qualifikationsrahmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. weiterlesen ‘abif-Tagungen Frühjahr 2007: „Kompetenzbilanzierung“, „Gering Qualifizierte“, „MigrantInnen“, „WeiterbildnerInnen“’

„Zwischen Lifelong Learning, Qualitätsdebatte und Werkvertrag“

AMS report 53

Rolle und Situation der Lehrenden bzw. TrainerInnen im Nahbereich arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und beruflicher Weiterbildung stehen im Zentrum dieses AMS reports, der die Referate und Diskussionsbeiträge der Tagung „Kompetenzen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen von TrainerInnen“ vom 5. Oktober 2005 in Wien aufgreift. „Die Praxis der Trainingsarbeit“ – so der Ausgangspunkt der Betrachtungen über Professionalsierung, Qualitätsstandards und die Rahmenbedingungen der Tätigkeit sowie die Entwicklungen im Weiterbildungsbereich bzw. -markt – steht „im Spannungsfeld zwischen den programmatischen Vorgaben von Lifelong Learning, Arbeitsmarktpolitik, betriebswirtschaftlichen Logiken und individueller Motivation“.

Inhalt:

Jörg Markowitsch/Günter Hefler
Kein Markt, ein Markt, viele Märkte? Zur Marktsituation und Professionalisierung der Weiterbildung in Österreich

Lena Doppel
Arbeitsbedingungen von Trainerinnen und Trainern: „Erwachsene unterrichten ist ein Kinderspiel“ – Mythen und Wahrheiten rund um den Beruf „TrainerIn“

Brigitte Mosberger/Thomas Kreiml
Hohe Qualität und geringe Honorare – Optimale und reale Rahmenbedingungen in der Arbeit von freiberuflichen TrainerInnen im arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbereich

Alfred Fellinger
Qualitätsstandards in der Erwachsenenbildung

Manuela Vollmann:
Zur Problematik AMS-geförderter Maßnahmen aus Trägersicht – Qualität im Wettbewerb bei sozialen und arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen

Eva Scherz
Potentiale gewerkschaftlicher Arbeit bei atypisch beschäftigten TrainerInnen

Thomas Kreiml
Podiumsdiskussion „Qualitätsansprüche, Probleme, Herausforderungen und Trends der Trainingsarbeit“

Der Report ist über das AMS – Forschungsnetzwerk erhältlich.

QUINORA-Workshop I

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Von 21.-22.2.2007 startete die Workshop-Reihe des von BMWA und AMS Österreich unterstützten Leonardo da Vinci-Projekts QUINORA mit dem Titel „Qualität hat ihren Preis“.
Der erste Workshop stand unter dem Titel: „Arbeitsmarktbedarf und Zielgruppenbedürfnisse, Zuschlagskriterien bei Ausschreibungen und Trainingsdesigns“ und beinhaltete die Diskussion folgender Themen:

  • Was sind Hauptinhalte von Berufsorientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen heute und morgen?
  • Wie werden Bedarfsanalysen am Arbeitsmarkt und Bedarfs- bzw. Bedürfnisanalysen bei Arbeitssuchenden durchgeführt?
  • Wie können informell erworbene Kompetenzen von Erwerbspersonen und damit auch von Arbeitssuchenden validiert, das heißt gemessen und bewertet werden?
  • Welche Zuschlagskriterien gibt es bei Ausschreibungen und Trainingsdesigns, welche sollte es geben?
  • Welche Qualitätsmerkmale gibt es bei Trainingsdesigns, welche sollte es geben?


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