Archiv der Kategorie 'Berufseinstieg'

Weiche Wissenschaften – harte Landung?

Berufseinstieg von AkademikerInnen aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen

Der Berufseinstieg von AkademikerInnen, insbesondere aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, ist zunehmend mühsamer und geprägt von prekären Beschäftigungsverhältnissen und Arbeitslosigkeit. Am 10.4.2008 haben wir gemeinsam mit AMS Österreich/Abt. ABI und der Arbeiterkammer Wien zu einer Tagung geladen, auf die sich mit der Frage beschäftigte, wie man diesen Berufseinstieg erleichtern kann und welche Rolle den Universitäten dabei zukommt.
Am Arbeitsmarkt steht eine steigende Anzahl an Universitäts- und FachhochschulabsolventInnen einer sich stark wandelnden Berufswelt gegenüber. Insbesondere der öffentliche Sektor als traditioneller Hauptarbeitgeber ist in den letzten Jahren weggebrochen. Der Berufseinstieg verlagerte sich zunehmend in die Privatwirtschaft, die selbst wiederum einem raschen Wandel unterworfen ist und damit nahezu periodisch neue bzw. veränderte Anforderungen stellt. Kennzeichnend für die Einstiegssituation von AbsolventInnen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften im Vergleich zu früher ist,
• dass der Studienabschluss keine Garantie mehr für eine (facheinschlägige) Beschäftigung bietet;
• dass AbsolventInnen in der Berufseinstiegsphase in höherem Maße mit Arbeitslosigkeit aber auch
• mit unsicheren und prekären Beschäftigungsverhältnissen konfrontiert sind.

Der Berufseinstieg verläuft je nach Studienrichtung sehr unterschiedlich. Bei AbsolventInnen geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer, vor allem bei Psychologen und Publizisten, ist er geprägt durch ein höheres Maß an Unsicherheit. Dies lässt sich insbesondere am durchgängig hohen Anteil atypisch Beschäftigter – dazu zählen freie Dienstnehmer, Neue Selbständige ohne Gewerbeschein sowie Leiharbeiter – festmachen. In den klassischen Karriere-Studienrichtungen wie beispielsweise BWL und Jus hingegen ist der Anteil atypisch Beschäftigter vergleichsweise niedrig. Niedrigere Einkommen sowie eine nicht facheinschlägige Beschäftigung finden sich bei Psychologen, Publizisten und Übersetzern (Translation) häufiger.
weiterlesen ‘Weiche Wissenschaften – harte Landung?’

Berufseinstieg, Joberfahrungen und Beschäftigungschancen von FH-AbsolventInnen in der Privatwirtschaft

Die Berufseinstiegs- und Beschäftigungssituation von AbsolventInnen tertiärer Bildungsabschlüsse waren in den letzten zwei Jahren bereits Gegenstand von abif-Studien, bei denen die AbsolventInnen verschiedener universitärer Studienrichtungen im Mittelpunkt des Interesses standen. (UNI-AbsolventInnen (I), UNI-AbsolventInnen (II))

Mit diesem neuen Projekt schwenkt der Blick hin zum Bereich der Fachhochschulen und erfährt zusätzlich eine inhaltliche Konzentration auf Studiengänge des naturwissenschaftlich-technischen Bereiches und der Ingenieurwissenschaften. Die besondere Arbeitsmarktrelevanz dieser Ausbildungen ergibt sich nicht nur aufgrund der hohen Anzahl an Studierenden und AbsolventInnen, sondern vor allem durch den häufig zitierten Mangel an (hochqualifizierten) technischen Fachkräften.

weiterlesen ‘Berufseinstieg, Joberfahrungen und Beschäftigungschancen von FH-AbsolventInnen in der Privatwirtschaft’

Beschäftigungsaussichten von UNI-AbsolventInnen


UniversitätsabsolventInnen finden heute nicht mehr die sicheren Berufseinstiegs- und Karrieremöglichkeiten vor, wie dies lange Zeit der Fall war. Der unmittelbare Eintritt in den Arbeitsmarkt mit einer fixen unbefristeten Vollzeitanstellung ist heute nicht mehr selbstverständlich. Nach wie vor steigen zwar die Berufs- und Karrierechancen mit der Höhe des Bildungsabschlusses, mit den Veränderungen in der Arbeitswelt und am Arbeitsmarkt sehen sich jedoch auch JungakademikerInnen in zunehmendem Maße mit Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche konfrontiert. Wenngleich ihre Berufsaussichten im Vergleich zu Personen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen weiterhin insgesamt als besser zu beurteilen sind, müssen UniversitätsabsolventInnen doch mit einer längeren Dauer der Jobsuche, Phasen wechselnder, mitunter auch ausbildungsfremder Tätigkeiten und vor allem auch atypischen Beschäftigungsverhältnissen rechnen.

Um die möglichen Probleme in dieser Phase des Berufseinstieges und der beruflichen Stabilisierung aufzuzeigen, führte abif in Kooperation mit SORA gemeinsam die Studie „Berufseinstieg, Joberfahrungen und Beschäftigungschancen von UNI-AbsolventInnen in der Privatwirtschaft“ im Auftrag des AMS Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation durch. Untersucht wurden die Studienrichtungen Betriebswirtschaft, Psychologie, Biologie, Architektur, Informatik und sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaften.

weiterlesen ‘Beschäftigungsaussichten von UNI-AbsolventInnen’


del.icio.us