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Praxishandbuch: Betriebliche und arbeitsmarkt- integrative Gesundheitsförderung

Betriebliche und arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung

Der Zusammenhang zwischen Gesundheit – Krankheit – Arbeit ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher und medizinischer Forschung geworden und auch stärker ins politische und öffentliche Bewusstsein gelangt. Nicht nur die Prävention von Erkrankungen und Einschränkungen wird verstärkt betont, das neue Bewusstsein öffnet sich dem hohen Wert von Gesundheit und strebt aktiv nach einem möglichst hohen Maß davon, das hoffentlich auch nachhaltig ist. In die Pflicht zu nehmen ist dabei allerdings nicht nur das individuelle, „gesundheitsförderliche“ Verhalten, sondern auch die Gestaltung der Lebensverhältnisse und -bedingungen, insbesondere die Rahmenbedingungen der Arbeitstätigkeit. Hohe Produktivität, Leistungsbereitschaft und Motivation als Ausdruck einer gesunden Belegschaft, geringe Kosten des Gesundheitssystems als Ausdruck einer gesunden Bevölkerung förderten die Weiterentwicklung der Idee der so genannten „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ (BGF).

Der Zusammenhang zwischen Gesundheit – Krankheit – Arbeit ist spätestens seit der „Marienthalstudie“ (Marie Jahoda et al. 1975) aus den frühen 1930er Jahren bekannt. Um den Kreislauf  von Krankheit, Arbeitslosigkeit und fortschreitender gesellschaftlicher Exklusion zu durchbrechen, ist es hinsichtlich einer Reintegration notwendig, die Generierung von theoretischem und praktischem Wissen zu „Gesundheit – Krankheit – Arbeitslosigkeit“ weiter zu entwickeln und Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen institutionell zu verankern.

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