Die Berufseinstiegs- und Beschäftigungssituation von AbsolventInnen tertiärer Bildungsabschlüsse waren in den letzten zwei Jahren bereits Gegenstand von abif-Studien, bei denen die AbsolventInnen verschiedener universitärer Studienrichtungen im Mittelpunkt des Interesses standen. (UNI-AbsolventInnen (I), UNI-AbsolventInnen (II))
Mit diesem neuen Projekt schwenkt der Blick hin zum Bereich der Fachhochschulen und erfährt zusätzlich eine inhaltliche Konzentration auf Studiengänge des naturwissenschaftlich-technischen Bereiches und der Ingenieurwissenschaften. Die besondere Arbeitsmarktrelevanz dieser Ausbildungen ergibt sich nicht nur aufgrund der hohen Anzahl an Studierenden und AbsolventInnen, sondern vor allem durch den häufig zitierten Mangel an (hochqualifizierten) technischen Fachkräften.
Darüber hinaus geht es in dieser Studie - wie schon in den Vorgängerstudien - auch darum, Daten zum Berufseinstieg von AkademikerInnen zu sammeln. Sowohl für den universitären Bereich als auch für den Fachhochschulbereich sind AbsolventInnenbefragungen noch keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Dies wirkt angesichts einer Arbeitswelt, die sich selbst für Personen mit höchsten Bildungsabschlüssen in den letzten zwei Jahrzehnten stark verändert hat und diese vor neue Herausforderungen stellt, anachronistisch. Die Erkenntnisse, die sich im Rahmen solcher Studien gewinnen lassen, geben nicht nur Anhaltspunkte hinsichtlich der Bedürfnisse der AbsolventInnengruppe, sie liefern auch Hinweise für die Abstimmung von Übertrittsprozessen vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem. Gerade in der Reformphase, in der sich der tertiäre Bildungssektor derzeit befindet, können diesbezügliche Ergebnisse zur besseren Gestaltung des Passungsverhältnisses beitragen. Dabei wird zunächst die Frage sowohl nach den Leistungen des Ausbildungssystems, die sich in Qualifikationen und Kompetenzen der AbsolventInnen äußern, als auch nach den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Umsetzung von Qualifikationen in der beruflichen Tätigkeit (Arbeitsmarktsituation, Beschäftigungsaussichten) gefragt.
Methodisch umfasst die Studie wiederum einen quantitativen sowie einen qualitativen Teil. Mittels standardisiertem Fragebogen werden 510 telefonische Interviews mit FH-AbsolventInnen, deren akademischer Abschluss zwischen ein und vier Jahren zurückliegt, durchgeführt. 20 Leitfaden gestützte Interviews mit ExpertInnen aus der Wirtschaft, von Berufsverbänden und Interessenvertretungen sowie aus dem Fachhochschulbereich (z.B. Fachhochschulrat) sollen zusätzlich detaillierten Aufschluss über Rekrutierungs- und Zugangsstrategien, Beschäftigungs- und Karriereaussichten sowie Schwierigkeiten beim Berufseinstieg von Fh-AbsolventInnen in technischen Beschäftigungsfeldern geben. Die Ergebnisse werden in den Rahmen einer Literaturanalyse und sekundärstatistischen Datenauswertung eingebettet.
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