Das Thema “Lebenslanges Lernen” begleitet abif seit Beginn unserer Tätigkeit in verschiedenen Kontexten und Projekten. Auf allgemeiner Ebene spielte es bei der Analyse des Bildungsdiskurses in der (sogenannten) Wissens- und Informationsgesellschaft eine wesentliche Rolle und auch bei der Evaluierung von Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose sind wir in konkret mit der Thematik konfrontiert, ohne sie vielleicht explizit in den Blick zu nehmen. In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem der arbeitsmarktpolitische Kontext, in dem wir uns mit Fragen rund um das Konzapt des Lebenslangen Lernens beschäftigten. Zum einen war dies ausführlich und auf internationaler Ebene im Projekt QUINORA der Fall, zum anderen in der vom AMS Österreich/Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation beauftragten Studie Erwerbsbiographien und Qualifikationsprofile von WeiterbildnerInnen und TrainerInnen im berufspädagogischen Bereich vor dem Hintergrund der geforderten Umsetzung von Lifelong Learning.
Obwohl das “Europäische Jahr des Lebenslangen Lernens” (1996) mehr als zehn Jahre zurück liegt, sind die Diskussionen um das Thema aktueller denn je, was nicht zuletzt anhand einer Reihe von Dokumenten der EU-Kommission und deren bildungspolitischer Breitenwirkung erkennbar ist. Auf nationaler Ebene startete diesbezüglich vor einem Jahr der “Dialog zum Lebenslangen Lernen”, dessen Ziel in der Entwicklung einer kohärenten LLL-Strategie für Österreich besteht. An dieser Stelle sei auch ausdrücklich auf den L3Lab-Blog von Wolfgang Jütte und Christian Kloyber hingewiesen, der sozusagen die Web 2.0-Repräsentanz für diesen Entwicklungs- und Diskussionsprozess darstellt.
Aktuelle abif-Beiträge zu diesen Diskussionen bestehen in der Teilnahme Karin Steiners am LLL-Workshop: Kompetenzorientierung, wo sie Thesen zu Fragen der Kompetenzorientierung vorstellte, sowie in meinem Ende Oktober im Magazin erwachsenenbildung.at erschienenen Artikel Lernende zu begleiten, ist wichtig - die Rahmenbedingungen dafür sind es nicht? Neue Lernumgebungen versus der Arbeitsrealität von ErwachsenenbildnerInnen im arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbereich. Der Artikel greift Ergebnisse der oben erwähnten “TrainerInnen”-Studie auf und stellt sie in den Kontext der aktuellen Diskussion einer nationalen kohärenten LLL-Strategie. Speziell richtet sich der Blick auf die organisatorischen Anforderungen der Gestaltung neuer Lernumgebungen und vergleicht diese mit den tatsächlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit der Lehrenden, insbesondere im arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbereich.
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